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04/2011
F&E PERFORMANCE messen und steigern

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Eine weltweit standardisierte Handhabung der Wertschöpfungsprozesse ist nur eine Maßregel für den Erfolg des sechzigjährigen Unternehmens Tridonic. Die Herausforderung, dem ehemals konservativen Lichtmarkt mit neuen LED Technologien zu begegnen und die Führungsposition zu halten, meistert das Unternehmen u. a. durch Maßnahmen basierend auf den Ergebnissen der vor einem Jahr durchgeführten R&D-Benchmarkanalyse.

DER F&E MANAGER: Mit welchen Strategien begegnet Tridonic dem technologischen Wandel von herkömmlichen Lichtquellen zu LED-Technologien?
Dr. Rüdiger Kofahl: Tridonic ist im Bereich elektronischer Betriebsgeräte für Lichtanwendungen einer der Marktführer. Diese Position wollen wir natürlich auch in der Zukunft behalten. Wir wollen uns zudem eine starke Position im Bereich der LED-Lichtquellen erarbeiten. Die Branche wird sich in den nächsten fünf bis zehn Jahren von konventionellen Lampen sehr stark hin zum LED-Licht entwickeln. LEDs sind lichtemitierende Dioden. Diese Halbleiterbauteile hatten in den letzten zehn Jahren starke Helligkeitssteigerungen. Deshalb können sie mittlerweile für die Allgemeinbeleuchtung eingesetzt werden. Wir richten uns auf den technologisch neuen LED-Markt strategisch als Zulieferer aus und sorgen – wie mit unseren bisherigen Produkten – dafür, dass die Leuchten unserer Kunden so funktionieren, wie sie funktionieren sollen.

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Die Dubai Mall ist mit über 1.000 Geschäften und Restaurants eines der größten Einkaufszentren im Mittleren Osten. Das Beleuchtungskonzept gelang durch das breite Spektrum an Tridonic-Produkten.


In welcher Spannbreite verstärkt Tridonic seine Aktivitäten auf dem Gebiet der LED-Technologie?
Wir stehen jetzt vor der Aufgabe, das eine zu tun, ohne das andere zu lassen: die elektronischen Betriebsgeräte, die wir heute als überwiegenden Teil unseres Portfolios in großen Mengen herstellen, werden wir weiterhin herstellen, sie den neuen Markterfordernissen anpassen und damit die vorhandene Technologie weiterentwickeln. Wir investieren außerdem bereits in den Ausbau des LED-Geschäftes: in neue Betriebsgeräte für LED, sogenannte Konverter, und in die Lichtmodulentwicklung. Dabei helfen uns unsere bewährten globalen Prozesse zur Steuerung unseres Geschäftes. Dieser Part betrifft Themen wie Produktapproval und Normen. Mit diesen Prozessen werden wir unser Geschäft auch in Zukunft betreiben können. Sie sind die Basis der Expansion in den Bereich der LED. LEDs bieten erweiterte Möglichkeiten, z. B. die Steuerung von Farbe. Diese Möglichkeiten wollen wir mit unserem Portfolio ebenfalls abdecken. In diesem Zusammenhang gewinnt auch der Bereich Controls, Lichtsteuersysteme, an Bedeutung. Auch hier findet ein starker Invest statt und wir werden unser Portfolio mit Geräten für LED komplettieren.

Da wir zusätzlich zu den Elektronikkomponenten auch die neuen LED-Lichtquellen entwickeln, spielt das Thema Applikationen eine weitere wichtige Rolle. LED-Produkte müssen mit dem Kunden gemeinsam konzeptionell entwickelt werden. Dazu benötigen wir Mitarbeiter, die firm in Applikationen sind, Anwendungswissen haben und sich auf dem neuen LEDSektor bereits auskennen. Diesen Bereich bereitet die Entwicklung ebenfalls vor, indem sie Datenblätter und Anwendungsanweisungen erstellt. LED-Licht ist heute noch wesentlich teurer – um Faktoren von fünf bis zehn – als konventionelles Licht: Demzufolge muss für den Leuchtenhersteller ebenso wie für den Endkunden ein Mehrwert geschaffen werden, um den technologisch bedingt höheren Preis zu rechtfertigen. Wir als Komponentenhersteller sind gefordert ...