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02/2012
F&E-ARCHITEKTUR

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Andreas Heiland, Head of Application Business Development Indoor bei Siteco, durchleuchtet im Interview die Möglichkeiten, Menschen, Räume und Gebäude mit dem „richtigen Licht“ zu versorgen, und erklärt, wie die Technologien von morgen die Lichtindustrie von heute verändern.

DER F&E MANAGER: Herr Heiland, wie sieht denn die Lichttechnik von morgen aus?
Andreas Heiland: Jeder von uns erlebt in puncto Beleuchtung jetzt und in den nächsten Jahren die spannendste Phase seit der Erfindung des künstlichen Lichts. Heute steht noch die Umrüstung auf LED im Vordergrund. Mit Leuchten, die ausschließlich für die LED-Technologie entwickelt werden, gibt es künftig aber auch ganz neue Möglichkeiten im Design, ein viel freieres, auch organischeres Formenspiel. Hinzu kommen die Chancen intelligenter Steuerung, die gemeinsam mit der LED Einzug halten.

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FuE-MANAGER_02-12_BP-Siteco.pdf




Das in der Glasdecke integrierte Tageslichtsystem schützt den Plenarsaal vor direktem, „heißem“ Sonnenlicht und damit verbundener übermäßiger Erwärmung. Je nach Intensität des Tageslichts wird künstliche Beleuchtung zugeschaltet.


Wie schätzen Sie die Marktentwicklung für LED ein? Die LED-Technologie ist inzwischen in allen Beleuchtungsbereichen angekommen. Allerdings ist die Durchdringung in den einzelnen Anwendungsfeldern unterschiedlich. In Büros beispielsweise kommt LED noch viel seltener zum Einsatz als in der Straßenbeleuchtung. Einer Studie zufolge wird der LED-Anteil insgesamt in den kommenden Jahren deutlich steigen: bis 2016 auf 40 Prozent, bis 2020 auf mehr als 60 Prozent.

Welche Faktoren spielen eine Rolle, wenn ein Beleuchtungskonzept erarbeitet wird?
An erster Stelle steht die Frage, für welche Anwendung ein Konzept entwickelt werden soll. Bei einem repräsentativen Büro zum Beispiel stehen gestalterische Aspekte stärker im Vordergrund als bei einem Forschungslabor. Grundsätzlich gilt es aber immer, eine Balance zu finden zwischen dem Gestalten mit Licht einerseits und dem tatsächlichen Beleuchten andererseits. Zudem spielen technische Vorgaben eine Rolle. So ist an Arbeitsplätzen beispielsweise eine gewisse Beleuchtungsstärke per Norm vorgegeben. Nicht zu vergessen sind die Betriebskosten der Beleuchtungslösung und die CO2-Bilanz.

Inwieweit achtet man in der Entwicklungsphase einer Leuchte bereits auf Nachhaltigkeit?
Wir achten schon bei der Entwicklung darauf, umweltschonende und langlebige Materialien zu verwenden. Wenn es um die Energiebilanz über den gesamten Lebenszyklus einer Leuchte geht, haben Herstellung, Transporte und Materialfluss nur einen recht geringen Anteil. Der weit überwiegende Teil des Energieverbrauchs fällt im Betrieb an. Bei einer LED-Leuchte sind das bis zu 50.000 Stunden. ...